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Sockelleisten auf Gehrung schneiden – was bedeutet das?

Wer Sockelleisten montiert, stößt früher oder später auf den Begriff „auf Gehrung schneiden“. Gemeint ist damit das Zuschneiden der Leisten in einem bestimmten Winkel – meist 45 Grad –, damit sie in einer Ecke sauber und nahezu fugenlos aufeinandertreffen. Treffen zwei Sockelleisten in einer Innen- oder Außenecke aufeinander, reicht ein gerader Schnitt nicht aus. Stattdessen werden beide Leisten im passenden Winkel zugeschnitten, sodass sie eine saubere Ecke bilden. Dadurch entstehen ein hochwertiges Erscheinungsbild, nahezu unsichtbare Übergänge sowie ein exakter Abschluss an Innen- und Außenecken.

Bei einer Innenecke, beispielsweise in einer Raumecke, werden beide Leisten in der Regel jeweils mit 45 Grad zugeschnitten. Zusammen ergeben sie einen Winkel von 90 Grad und schließen bündig miteinander ab. Da Wände in der Praxis jedoch häufig nicht exakt rechtwinklig sind, kann es erforderlich sein, den Schnittwinkel leicht anzupassen. Ein Probeschnitt hilft dabei, die Passgenauigkeit zu überprüfen und spätere Korrekturen zu vermeiden.

Auch an Außenecken, etwa an Vorsprüngen oder Pfeilern, werden Sockelleisten auf Gehrung geschnitten. Die Leisten laufen dabei nach außen zusammen und bilden eine saubere, optisch ansprechende Kante. Gerade an Außenecken ist präzises Arbeiten besonders wichtig, da selbst kleine Ungenauigkeiten schnell ins Auge fallen.

Für exakte Gehrungsschnitte eignen sich verschiedene Werkzeuge. Häufig kommen eine Gehrungslade mit Handsäge, eine Kapp- und Gehrungssäge oder eine elektrische Gehrungssäge zum Einsatz. Insbesondere bei größeren Projekten spart eine Kapp- und Gehrungssäge Zeit und ermöglicht gleichmäßige, präzise Schnitte.